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Sonne und Holz erwärmen solares Energieplushaus


 

Sonne und Holz erwärmen solares Energieplushaus

Regenerative Energieversorgung erfolgt über thermische Solarkollektoren / Scheitholzheizung als Reserve / Horizontaler Speicher spart Platz

Ein Problem der erneuerbaren Energien ist bei Solar- und Windkraftanlagen, den erzeugten Strom oder Wärme zu speichern. Hergebrachte Akkutechnik reicht nicht aus, große Energiemengen zurückzuhalten, um sie dann bei Bedarf, zum Beispiel nachts oder bei Windstille dem Stromkreislauf zuzuführen. Gute Erfahrungen hat man bereits bei energieautarken Gebäuden gesammelt. Jetzt hat das Bad Staffelsteiner Bauunternehmen Görtler und Schramm in Zusammenarbeit mit der Zapfendorfer Firma Ebitsch ein wegweisendes Projekt im Zuge der Energiewende entwickelt: Ein solares Energieplushaus als Büro- und Wohngebäude.

Gestern stellten die Unternehmen das Energieplushaus in der Adam-Riese-Straße 6 vor. Landrat Christian Meißner, der die Energiepolitik im Landkreis Lichtenfels zur Chefsachen gemacht hat, zollte dem unternehmerischen Weitsicht Respekt: "Gerade bei Altbauten könne die Technik eingesetzt werden, ohne übermäßig zu dämmen", sagte der Landkreischef.

Der Vorsitzende des Sonnenhausinstitutes Georg Dasch und dessen Stellvertreter Wolfgang Hilz aus Straubing waren von dem Energiekonzept beeindruckt. Auch Bürgermeister Jürgen Kohmann war von der innovativen Technik überzeugt. Sein Einwand "was passiert wenn die Sonne nicht scheint", konnte Horst Ebitsch entkräften. In einer Pilotanlage in Breitengüßbach hätte trotz Nebel und Minusgraden neun Wochen lang Grundwärme erzeugt werden können. Allerdings hätte man in dieser Zeit externe Energie zuführen müssen.

Die Stadt Bad Staffelstein sei vorbildlich in Sachen erneuerbarer Energien, sagte Kohmann, man dürfe aber auch nicht die Investionskosten vergessen, die nach Inbetriebnahme wieder eingespielt werden müssten. Die moderne Wärmespeichertechnik versorge ein Bürogebäude und neun Wohneinheiten mit Sonnenenergie, erläuterte Geschäftsführer Günther Deinlein. Energiespitzen würden durch einen Holzbrennofen abgefangen, der mit natürlichen Holzabfällen aus der Zimmerei befeuert werde.

"Unser Ziel ist es, mittelfristig energieautark zu leben", sagt er. Die regenerative Energieversorgung erfolge über thermische Solarkollektoren, die teilweise in die Fassade integriert und teilweise auf dem Dach montiert wurden. Mit Hilfe eines Solarspeichers werde die Energie gespeichert. Als weitere Energiequelle diene eine Scheitholzheizung. Das Einfamilienhaus mit drei Wohneinheiten werde ab jetzt nur noch über die regenerative Energie aus der Heizzentrale versorgt, das benachbarte Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen mit zentraler Gasthermie und Erdgasanschluss über erdverlegte Nahversorgungsleitungen überwiegend mit regenerativer Energie aus Holz und Sonne. Die vorhandene Heizanlage sei umgerüstet worden und verbleibe als Reserveheizung.

Sommerwärme für den Winter

Horst Ebitsch erklärte den Solarspeicher. Heizung und Warmwasser würden zu 100% aus Sonnenenergie gewonnen. Das mehrfach ausgezeichnete Produkt speichere die sommerliche Wärme und gebe sie in der kalten Jahreszeit wieder ab. Durch den horizontalen Einbau benötige der Speicher bei Erdeinbau unter oder neben dem Haus keinen zusätzlichen Platz, könne aber auch im Keller eingebaut werden. Alles zum Betrieb Notwendige sei integriert, ein Technikraum im Haus entfalle.

Obermain-Tagblatt vom Donnerstag, den 6. September 2012

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